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PVC Kabelverschraubungen

Eine PVC Kabelverschraubung dient dazu, Kabel und Leitungen sicher in Gehäuse wie Schaltschränke, Abzweigdosen oder Bediengehäuse einzuführen. Sie stellt eine definierte Abdichtung am Gehäusedurchgang her, sorgt für Zugentlastung und schützt die Leitungseinführung vor Staub und Feuchtigkeit. In dieser Kategorie finden Sie Verschraubungen aus Kunststoff (je nach Ausführung z. B. PVC/Polyamid), die für typische Installations- und Schaltschrankanwendungen ausgelegt sind.

Überblick über die Produkte in dieser Kategorie

In der Kategorie PVC Kabelverschraubung sind unterschiedliche Bauformen und Größen für verschiedene Leitungsdurchmesser und Gehäusewandungen zusammengefasst. Übliche Varianten sind:

  • Verschraubungen mit metrischem Anschlussgewinde (z. B. M16, M20, M25, M32, M40, M50): für Standard-Ausschnitte und Gewindebohrungen im Gehäusebau.
  • Verschraubungen mit Langgewinde: PVC Kabelverschraubungen, deren Gewindelänge deutlich länger ist als bei der Standard Ausführungen. Sie wird eingesetzt, wenn die Wandstärke oder der Montageaufbau mehr Gewindeeingriff erfordert
  • Varianten mit unterschiedlicher Klemmrange: je nach Leitungstyp (z. B. dünnwandige Mantelleitungen vs. dickere Außenmäntel) ist die passende Spann- bzw. Dichtbereichsgröße entscheidend.

Je nach Ausführung können PVC Verschraubungen für reine Innenanwendungen oder für Umgebungen mit erhöhter Feuchte- bzw. Staubbelastung ausgelegt sein (maßgeblich ist die jeweilige IP-Angabe des Artikels).

Wichtige Auswahlkriterien

Für eine passende Auswahl sollten Sie die Verschraubung nicht nur nach Gewindegröße, sondern auch nach Leitung und Einbausituation beurteilen:

  • Gewindegröße und Montageöffnung: Häufige Größen sind PVC Kabelverschraubung M16, M20, M25, M32, M40 und M50. Entscheidend ist, welche Gewindebohrung bzw. welches Lochmaß im Gehäuse vorhanden ist.
  • Klemm- und Dichtbereich: Der Dichteinsatz muss zum Außendurchmesser der Leitung passen. Zu kleine Bereiche beschädigen den Mantel, zu große reduzieren die Dichtwirkung und Zugentlastung.
  • Schutzart (IP): Die IP-Schutzart ergibt sich aus der Kombination von Verschraubung, Dichtung und korrekter Montage (inkl. Dichtung zur Gehäusewand, falls vorgesehen). Wählen Sie die IP-Anforderung nach Einsatzort (Innenraum, Feuchtraum, Außenbereich, staubige Umgebung).
  • Zugentlastung: Für Leitungen mit mechanischer Beanspruchung (z. B. bewegte Kabel, Maschinenanschlüsse) ist eine definierte Zugentlastung wichtig, damit keine Kräfte auf Klemmen oder Geräteanschlüsse wirken.
  • Temperatur- und Umgebungsbeständigkeit: Kunststoffverschraubungen unterscheiden sich je nach Werkstoff in Temperaturbereich sowie Beständigkeit gegen Öle, Fette oder UV-Einwirkung. Maßgeblich sind die Daten des jeweiligen Artikels.
  • EMV-Anforderungen: Eine PVC Kabelverschraubung ist in der Regel nicht für EMV-Schirmkontakt ausgelegt. Wenn eine EMV-Abschirmung gefordert ist, werden spezielle EMV-Kabelverschraubungen benötigt (meist metallisch mit Schirmkontakt).
  • Einbauart und Wandstärke: Achten Sie auf Gewindelänge und ob die Montage über Gegenmutter oder in ein Gewinde erfolgt. Bei dicken Wandungen kann eine längere Gewindeausführung erforderlich sein.

Typische Einsatzbereiche

PVC Kabelverschraubungen werden eingesetzt, wenn Leitungen sauber, zugentlastet und abgedichtet in ein Gehäuse eingeführt werden müssen. Typische Anwendungen sind Abzweig- und Anschlussdosen, Kleinverteiler, Schaltschrankbau, Steuer- und Sensorikgehäuse sowie Maschinen- und Anlagenkomponenten mit definierten Leitungseinführungen. In der Praxis erfüllen sie mehrere Aufgaben gleichzeitig: Sie fixieren die Leitung mechanisch, reduzieren Knickbelastungen am Eintrittspunkt und unterstützen – je nach Ausführung – den Schutz gegen Staub und Feuchtigkeit. Für Installationen mit mehreren Leitungstypen ist die korrekte Auslegung des Dichtbereichs besonders relevant, damit sowohl feine als auch stärkere Mantelleitungen zuverlässig geführt werden.

Fazit / Orientierungshilfe

Eine PVC Kabelverschraubung ist die passende Lösung, wenn Sie Leitungen in Gehäuse sicher einführen, zugentlasten und – abhängig von der Ausführung – gegen Umwelteinflüsse abdichten möchten. Für die Auswahl sind Gewindegröße (z. B. M20, M25 oder M32), der passende Klemm- und Dichtbereich zur Leitung sowie die geforderte IP-Schutzart die zentralen Kriterien. Prüfen Sie zusätzlich Einbausituation, Umgebungsbedingungen und mögliche Sonderanforderungen wie EMV. So wählen Sie eine PVC Verschraubung, die zur Leitung und zum Gehäuse passt und im Betrieb dauerhaft zuverlässig bleibt.



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